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Nachhaltigkeit in der Immobilienbranche: Dauerbrenner statt Hype

Aktualisiert: 30. Juli 2023

Von Hendrik Aholt, MRICS, Director Real Estate Investment Management, Sustainability Lead Deloitte Real Estate Consulting


Nachhaltigkeit ist in den letzten Jahren zum wichtigsten Thema in der Immobilienbranche geworden. Die Regulierung stellt hierbei verstärkt Anforderungen an die Unternehmen und auch Investoren und Mitarbeiter erwarten weitere Fortschritte. Kein Wunder also, dass sich der Großteil der Unternehmen mit diesem Thema beschäftigt – vor allem unter der Prämisse, eigene Ziele und Ansprüche im Bereich ESG zu definieren.


Widmen wir uns also zunächst noch einmal dem Begriff ESG, der für Umwelt, Soziale Verantwortung und Governance steht - die drei wesentlichen Faktoren bei der Bewertung von Nachhaltigkeit und sozialer Auswirkung von Unternehmen oder Investitionen. Diese Prinzipien sind besonders wichtig, um Unternehmen in ihrer Verantwortung in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Es werden zudem seitens der Regulatorik (wie z.B. der EU-Aktionsplan) immer mehr Vorschriften eingeführt, die eine Offenlegung von Klimarisiken, Treibhausgasemissionen und weiteren ESG-Informationen vorschreiben.


Die Einbindung des Themas ESG in ein Unternehmen und bei seinen Mitarbeitern ist ein wesentlicher Erfolgspunkt. Viele Unternehmen haben Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen etabliert und zum Beispiel einen "Head of Sustainability" eingeführt, der als Koordinator und Stimme am Markt dienen kann. Allerdings muss ESG darüber hinaus tief in den Kernprozessen (z.B. Ankauf, Asset Management, Portfolio Management, Risiko Management) verankert sein, um Daten erzeugen und Maßnahmen umsetzen zu können. Hierfür braucht es operative Anpassungen und eine gute Kommunikation.


Grüne Aussichten: Nachhaltigkeit ist kein Hype


Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren eine zentrale Rolle in der Unternehmensstrategie eingenommen. Dies ist kein vorübergehender Trend, sondern eine langfristige Priorität, die die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen eines Immobilienunternehmens berücksichtigt.


Ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung einer nachhaltigen Strategie ist die klare Definition von Zielen und Prioritäten. Eine möglichst automatisierte Datenerfassung ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass die nachhaltigen Ziele erreicht werden und dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg bleibt.


Eine nachhaltige Unternehmensstrategie ist jedoch nicht nur eine Frage der Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft, sondern auch eine Chance, das Geschäft zu stärken und den Marktwert zu erhöhen. Kunden, Investoren, Mitarbeiter und andere Stakeholder erwarten von Unternehmen, dass sie sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren, und eine solche Haltung kann das Image verbessern und dessen Attraktivität auf dem Markt erhöhen.

Wie Technologie eine grünere Zukunft gestaltet


Software-Anbieter bieten dabei gute Lösungen für verschiedene Herausforderungen. Bevor man diese implementiert empfiehlt es sich allerdings, den eigenen Status Quo und das eigene Ambitionsniveau zu klären. Nicht jedes Unternehmen muss den absoluten Vorreiter verkörpern und es kann sogar sinnvoll sein, sich auf bestimmte Teilaspekte im Prozess zu fokussieren. Die Frage, welche Ziele man verfolgt und welche Daten man dafür erfassen muss, sollte geklärt sein, bevor man nach entsprechender Software sucht.


Eine Reihe von Software-Unternehmen in der Immobilienbranche haben sich auf Nachhaltigkeit spezialisiert und das Potential hierfür scheint groß zu sein. Diverse deutsche Proptechs haben sich bereits als Plattformen positioniert, die Gebäudenutzern und Eigentümern helfen sollen, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und ihre CO2-Fußabdrücke zu reduzieren. Diese Unternehmen bieten beispielsweise Systeme, die den Energieverbrauch von Gebäuden optimieren und den Eigentümern so bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele helfen können.

Nachhaltigkeit ist die Zukunft der Immobilienbranche, da sie nicht nur den Bedürfnissen der aktuellen Generation entspricht, sondern auch den Anforderungen zukünftiger Generationen gerecht wird. Durch den Einsatz von innovativen Technologien werden Ressourcen geschont und der Umweltschutz in den Fokus gestellt, wodurch ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Immobilienangebot geschaffen werden kann.


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